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  Lungenrundherd - Diagnose  
 
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Wie wird der Lungenrundherd diagnostiziert?


 Lungenrundherde sind in der Regel ohne Symptome oder Krankheitszeichen und werden häufig zufällig entdeckt. Die wichtigste Frage, die sich bei einem neu entdeckten Lungenrundherd stellt ist, ob es sich um eine gutartige oder um eine bösartige Veränderung handelt. Neben der Erhebung der Krankengeschichte und weiteren Untersuchungen ist es meist unvermeidlich, eine Gewebeprobe zu gewinnen und diese zur Sicherung der Diagnose unter dem Mikroskop zu untersuchen.

Erhebung der Krankengeschichte

Hier ist es wichtig, offen und ehrlich mit dem Arzt über mögliche Symptome und Risikofaktoren zu sprechen. Insbesondere ist von Interesse, ob in der Vergangenheit schon eine Tumorerkrankung bestanden hatte. Auch kleine Details sind wichtig, wie etwa ein kleiner Hauttumor, weil diese die Diagnose selbst und die Wahl der diagnostischen Mittel beeinflussen können.

Röntgenuntersuchung des Brustkorbs

Neben dem Befund eines neu entdeckten Lungenrundherdes kann der Vergleich mit früheren Röntgenaufnahmen Aufschluss über dessen Wachstumsrate und damit über seine Natur geben. Denn gutartige Tumore wachsen langsamer als bösartige.

Computertomogramm

Fast alle Lungenrundherde werden auch mit einem Computertomogramm (CT) untersucht. Mit dieser speziellen Röntgenaufnahmetechnik stellt man fest, wo genau in der Lunge der Herd sitzt und wie er aussieht. Bestimmte Informationen, wie z.B. die innere Struktur des Knotens oder Verkalkungen, liefern Anhaltspunkte, ob es sich um einen eher gutartigen oder einen eher bösartigen Herd handelt.

Darüber hinaus zeigt das CT auf welchem Weg am besten eine Gewebeprobe gewonnen werden kann.

Positronen-Emissions-Tomogramm (PET)

Beim PET wird mithilfe radioaktiv markierter Substanzen und einer Kamera die Stoffwechselaktivität eines Lungenherdes gemessen. Bösartige Herde unterscheiden sich dabei von gutartigem Gewebe durch eine höhere Stoffwechselaktivität. Diese neue und relativ teure Untersuchung ist nicht überall verfügbar und ihr Stellenwert bei der Diagnostik von Lungenrundherden ist noch nicht abschließend geklärt.

Lungenfunktions-Untersuchungen

Lungenfunktions-Untersuchungen dienen dazu, den Gesundheitszustand der gesamten Lunge zu untersuchen; etwa, wie gut sie sich ausdehnt oder wie gut sie Sauerstoff aufnehmen kann. Die Untersuchung der Lungenfunktion dient vor allem der Beurteilung der Operationsfähigkeit eines Patienten. Hierfür ist die Bestimmung der so genannten "Einsekundenkapazität" besonders wichtig, d.h. wie viel Luft der Patient in einer Sekunde maximal ausatmen kann.

Entnahme einer Gewebeprobe

Die Entnahme einer Gewebeprobe für die feingewebliche Untersuchung ist grundsätzlich auf drei Wegen möglich:

  • Im Rahmen einer Spiegelung der oberen Luftwege und Bronchien: Liegt der Herd nahe an der Lungenwurzel, kann dieser meistens durch die Bronchoskopie erreicht und mit einer Nadel punktiert werden.
  • Punktion von außen: Liegt der Herd im äußeren Bereich der Lunge kann er von außen durch die Haut hindurch mit einer Nadel punktiert werden.
  • Operation: Befindet sich der Patient in einem operablem Zustand, kann der Herd gleich ganz entfernt werden. Ein solcher Eingriff wird heute häufig in Form einer minimal-invasiven Operation ("Schlüssellochchirurgie") vorgenommen. Durch die Operation kann letztlich eine nahezu 100 prozentige Diagnose gestellt werden und eine weitere Therapie angeschlossen werden.

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