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Bei der Heimbeatmung erfolgt die Behandlung der Atempumpenschwäche nicht-invasiv. D.h., dass zwischen Beatmungsgerät als Verbindungsstück des Patienten zum Gerät eine Maske oder ein Mundstück zwischengeschaltet ist.
Geschichte
In der Ära der Polioepidemie (ca. 1950-1960) wurde eine Beatmungstherapie mittels der "Eisernen Lunge" durchgeführt. Hier wurde von außen ein negativer Druck erzeugt, der die Lungen ausdehnen ließ. Danach wurden Verfahren der Positiv-Druck-Beatmung für den Einsatz auf Intensivstationen entwickelt. Erst in den letzten 10-15 Jahren fand die Heimbeatmung wieder Eingang in die Medizin.
Wie arbeitet das Heimbeatmungsgerät?
Der am häufigsten verwendete Zugang für die Heimbeatmung (ca. 85 - 90 Prozent) ist die Nasenmaske, wobei individuell angefertigte Masken von großem Vorteil sind. Die Beatmung wird so besser akzeptiert und ist effektiver. Alternativen sind Mundstücke, Nasenoliven oder Mund-Nasen-Masken.
Bei der Heimbeatmung wird fast immer Luft vom Beatmungsgerät über die Maske in die Lunge des Patienten gepumpt. Zuvor kann die Luft ggf. mit Sauerstoff angereichert werden. Das Beatmungsgerät gibt entweder vor, wie viel Druck oder welches Luftvolumen der Patient erhalten soll.
Die Beatmung kann auf zwei Arten erfolgen, wobei die Einstellung am Gerät nur von einem in der Beatmungstherapie erfahrenen Arzt vorgenommen werden darf:
- Vorgabe von Atemfrequenz, Atemzugvolumen und Beatmungsdruck (kontrollierter Modus)
- Wie oben, jedoch kann der Patient zusätzlich Atemzüge der Beatmungsmaschine auslösen (kontrolliert-assistierter Modus)
Im Einzelfall kann aufgrund technischer Unterschiede für den einzelnen Patienten das eine oder andere Gerät komfortabler sein. Die Wirksamkeit ist jedoch vergleichbar.
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