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Eingesetzt wird die Heimbeatmung bei Erkrankungen, die das Atemzentrum, die Atemmuskeln einschließlich der sie versorgenden Nerven oder den knöchernen Brustkorb betreffen. Als Folge dieser Erkrankungen tritt eine so genannte "ventilatorische Insuffizienz" auf, d.h. Lungenbläschen werden schlechter belüftet und weniger Kohlendioxid wird aus dem Blut abgegeben. Es kommt daher zu einem Anstieg des Kohlendioxids und zu einem meist geringem Sauerstoffmangel im Blut.
Erkrankungen mit ventilatorischer Insuffizienz:
- Erkrankungen, die das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven betreffen: z.B. amyotrophe Lateralsklerose, verschiedenen Formen von Muskelabbau und andere Muskelerkrankungen (Duchenne-Krankheit, Curshman-Steinert-Krankheit) und angeborene Stoffwechselerkrankungen (Pompe-Krankheit)
- lange bestehende schwere Wirbelsäulenverkrümmung
- Folgeerkrankung nach durchgemachter Kinderlähmung (Post-Polio-Syndrom): Kombination aus Nervenschädigung und Muskelschwäche, u.a. des Zwerchfells
- nach einer Tuberkulose, wenn eine Operation - vor Einführung der effektiven Antibiotikabehandlung - ausgeprägte Deformationen des Brustkorbs hinterließ
- Minderbelüftung der Lunge infolge extremen Übergewichts
- Erschöpfung der Atempumpe im Rahmen einer lange bestehenden schweren Lungenerkrankung, u.a. chronisch-obstruktive Bronchitis, Lungenemphysem, Mukoviszidose, Endstadium eines bindegewebigen Umbaus von Lungengewebe
- Störungen des Atemzentrums mit einer zentral ausgelösten Minderbelüftung der Lungenbläschen.
Erkrankungen, die zunächst mit einer Verminderung des Sauerstoffaufnahme durch die Lunge einhergehen, werden dagegen nicht in erster Linie mit Heimbeatmung behandelt.
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