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  Heimbeatmung - Durchführung  
 

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Wie wird die Heimbeatmung durchgeführt?


 Ziele der Behandlung

Die Ziele einer Langzeitbeatmung unter häuslichen Bedingungen sind in erster Linie:

  • die Lebensqualität des Patienten verbessern und ihm eine selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen
  • Symptome und Langzeitfolgen einer lang anhaltenden Unterbeatmung zu verbessern, insbesondere die Folgen für Herz und Kreislauf
  • Das Leben zu verlängern, vor allem bei Erkrankungen, die das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln betreffen und bei schweren Wirbelsäulenverkrümmungen

Patienten mit ventilatorischer Insuffizienz leiden in der Regel an einer chronischen und fortschreitenden Erkrankung. Eine Therapie, die die Ursache dieser Erkrankung beseitigt, existiert - von Ausnahmen abgesehen - meist nicht. Aus diesem Grunde ist auch eine in der Regel lebenslange Beatmungstherapie notwendig.

 Wie wird die Entscheidung zur Heimbeatmung getroffen?

Die Entscheidung, einen Patienten außerhalb des Krankenhauses zu beatmen, und die Art der Beatmung sollten erst nach Abwägung zahlreicher medizinischer und nichtmedizinischer Kriterien gefällt werden. Die medizinischen Kriterien beinhalten außer der Diagnose und der Vorhersage über den individuellen Verlauf und Ausgang der Erkrankung auch den erforderlichen Umfang der Beatmung.

Die Prognose des Patienten hängt von der Grunderkrankung, aber auch von Alter, Ausmaß der Atempumpenschwäche und begleitenden Erkrankungen ab. Der Beatmungsumfang kann von einigen Stunden täglich bis zu einer kontinuierlichen Beatmung über 24 Stunden täglich reichen.

 Einweisung und Ersteinstellung

Die Einweisung in die Heimbeatmung sollte in der Regel in einem erfahrenen Zentrum unter stationären Bedingungen erfolgen. Nach Abschluss der Diagnostik und Aufklärung des Patienten erfolgt die Auswahl des Beatmungsgerätes und des Beatmungswegs.

Hat sich der Patient an die Maske gewöhnt, erfolgt die erste Einstellung der Beatmungswerte nach dem Komfort für den Patienten und unter Kontrolle der Blutgase. Besonders wichtig ist die Bestimmung des Kohlendioxids, das die Wirksamkeit der Beatmung widerspiegelt.

 Üben der Beatmung

Unter dieser Primäreinstellung übt der Patient die Beatmung mehrmals am Tag, zunächst über kurze Phasen von 30 - 60 Minuten. Diese Beatmungszeiten werden dann kontinuierlich ausgedehnt und schließlich in die Nacht hinein verlagert. Meist reicht eine Beatmung von 6-8 Stunden täglich aus, um eine ausreichende Entlastung und Erholung der chronisch überlasteten Atemmuskulatur zu gewährleisten.

Für die Einleitung der Heimbeatmung werden durchschnittlich 7 Tage stationären Aufenthaltes benötigt.

 Nachsorge

Eine Entlassung des Patienten ist erst bei klinischer Stabilität des Patienten und bei gesicherter häuslicher Versorgung möglich. Vor der Entlassung werden Patient, Angehörige und das evtl. erforderliche Behandlungsteam ausführlich geschult.

Engmaschige Verlaufskontrollen sind erforderlich, um den Erfolg der Therapie in der häuslichen Umgebung zu gewährleisten und ggf. rechtzeitig eine Wechsel von nicht-invasiver auf invasive Beatmung einzuleiten.

Ambulante Kontrolluntersuchungen sollten bei Maskenbeatmung alle 3 Monate erfolgen, Kontrolluntersuchungen im Beatmungszentrum sollten halbjährlich bis jährlich, je nach Schwere der Erkrankung, durchgeführt werden.

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