Asklepios Kliniken  
  Kompetenznetzwerk Lunge
   
Asklepios | Das Unternehmen | Aktuelles | Klinikstandorte | Konzernbereiche | Karrierecenter | Medizin / Forschung | Kontakt | Presse |  Impressum |        
Diese Seite Drucken
  Bronchialkarzinome - Therapie  
 
Überblick        Entstehung        Symptome        Diagnose        Prognose        Therapie
 
Wie wird das Bronchialkarzinom behandelt?


Die Therapie sollte für jeden Patienten in einer interdisziplinären Konferenz aus Chirurgen, Onkologen und Strahlentherapeuten festgelegt werden. Welche Therapie ausgewählt wird, hängt entscheidend vom Gewebetyp des Bronchialkarzinoms, dem Ausbreitungsstadium und von begleitenden Erkrankungen ab. Dauerhafte Heilungen sind nur bei einem relativ kleinen Anteil der Patienten möglich.

Operation

Die Operation ist Mittel der Wahl beim nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom, sofern

 keine Tumorabsiedelungen (Metastasen) in anderen Organen 
  
vorhanden sind
 der Tumor durch die Operation vollständig entfernt werden kann
 es der Gesundheitszustand des Patienten zulässt

Lediglich 30 Prozent der betroffenen Patienten können zur Zeit der Diagnosestellung operiert werden, nicht zuletzt da sie durch das langjährige Rauchen teilweise erhebliche Schädigungen von Lunge und Herz-Kreislaufsystem aufweisen. Auch eine Linderung von Symptomen kann eine Operation erfordern.
Mehr zur operativen Behandlung von Lungenkrebs.

Bestrahlung

Die Strahlentherapie wird bei unterschiedlichen Krankheitsstadien eingesetzt:

 bei nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinomen, die nicht operiert
   werden können und bei denen keine Tochterabsiedelungen in
   andere Organe vorliegen

 nach Operation eines nicht-kleinzelligen Tumors bei Befall
   bestimmter Lymphknoten

 Auch isolierte Absiedelungen in Knochen oder Gehirn können
   bestrahlt werden.

Die früher übliche Kobalt-Strahlenquelle ist mittlerweile wegen der geringeren Nebenwirkungen durch Linearbeschleuniger ersetzt. Die Strahlenquelle liegt außerhalb des Körpers, so dass die Strahlen auf dem Weg zum Tumor die Haut durchdringen müssen.
Eine Neuerung der letzten Jahre ist die stereotaktische Bestrahlung mittels Linearbeschleunigern, mit der bessere Erfolge bei weniger Nebenwirkungen erzielt werden. Diese Form der Bestrahlung kann eingesetzt werden, wenn der Tumor umschrieben nur an einer Stelle in der Lunge wächst. Hierbei werden die Strahlen noch gezielter auf den Tumor gerichtet, sodass in einem kurzen Behandlungszeitraum deutlich höhere Einzeldosen verabreicht werden können.

Brachytherapie

Neben der konventionellen Strahlentherapie gibt es noch die so genannte Brachytherapie. Hier wird die Strahlenquelle im Rahmen einer Bronchoskopie über einen Katheter in einen Tumor eingebracht, der einen Bronchus hochgradig einengt. Diese Form der Behandlung wird auch als "Afterloading" bezeichnet.

Chemotherapie

Die Chemotherapie wird eingesetzt:

 vor allem zur Behandlung des kleinzelligen Bronchialkarzinoms:
   Insbesondere in Kombination mit der Bestrahlung sind - wenn
   auch selten - Heilungen möglich.

 zur Behandlung des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms, das
   nicht operiert werden kann und bei dem Tochterabsiedelungen
   vorliegen. Zielsetzung stellt hier die Symptomlinderung und eine
   Lebensverlängerung dar.

In der Regel werden mehrere Medikamente miteinander kombiniert, um die Wirksamkeit zu erhöhen und die Nebenwirkungen zu begrenzen. Eine ambulante Therapie ist in vielen Fällen möglich.

Aus theoretischen Überlegungen heraus kann durch gleichzeitige Bestrahlung und Chemotherapie das Wachstum des Tumors besser kontrolliert werden. Wegen stärkerer Nebenwirkungen sollte die kombinierte Therapie unter stationären Bedingungen durchgeführt werden.

Wie kann man gegen das Bronchialkarzinom vorbeugen

Lungenkrebs verhindern

Lungenkrebs steht ganz vorne in der Hitliste der häufigsten Krebserkrankungen. Dabei könnte die Entstehung von Lungenkrebs verhindert werden, indem Rauchen erst gar nicht begonnen oder beendet wird. Die Vorbeugung sollte möglichst früh, d.h. bereits in der Schule beginnen. Hier sind Eltern, Lehrer und Ärzte durch Aufklärung und Vorbildfunktion besonders gefordert.

Früherkennung

Auch die Behandlungsergebnisse des Bronchialkarzinoms lassen sich verbessern. Dazu müssten die Patienten auf die Symptome achten und sich entsprechend frühzeitig untersuchen lassen.
Verfeinerte Untersuchungsmethoden, die bei Risikopatienten in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden, tragen zur früheren Erkennung des Bronchialkarzinoms bei.
Mehr zur Früherkennung.

Startseite

Indikationen

Bronchialkarzinom

Interstitielle Lungenerkrankungen

Heimbeatmung

Lungenrundherd

Mediastinum

Pleuraempyem

Pleuraerguss

Pneumothorax

Sarkoidose

Zur Lungenfachklinik
gruenerpunkt zurück

weiter gruenerpunkt