|
Risikofaktoren
Inhalation von Tabakrauch: Etwa 85 Prozent der Lungenkrebserkrankungen sind durch Zigaretten bedingt. Nach neueren Untersuchungen erhöht auch Passivrauchen das Erkrankungsrisiko um den Faktor 1,5 - 2.
Weitere Substanzen, die Lungenkrebs auslösen oder dessen Entstehung fördern, sind u.a. Asbest, Arsen, Nickelmetalle, Radon und so genannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, z.B. das im Kraftstoff enthaltene Benzol.
Auch ein genetisches Risiko ist in einigen Fällen vorhanden. So haben Kinder, deren Eltern an Lungenkrebs erkrankt sind, ein im Vergleich zur Normalbevölkerung 2- bis 3-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko.
Zigarettenkonsum und Krebsrisiko
Das Risiko an einem Bronchialkarzinom zu erkranken, ist bei Rauchern 22-fach, bei Raucherinnen 12-fach erhöht im Vergleich zu Nichtrauchern.
Je früher mit dem Rauchen begonnnen wird, desto höher ist das Erkrankungsrisiko (bis zu 30-fach erhöht!).
Eine Verdopplung der so genannten "pack years" (= Anzahl der täglich gerauchten Zigarettenschachteln x Raucherjahre) verdoppelt bis vervierfacht das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben.
Hört ein Raucher auf zu rauchen, nimmt das Erkrankungsrisiko Jahr für Jahr ab. Dabei erreicht er allerdings das relativ niedrige Risiko eines Nichtrauchers nicht mehr.
Vom Karzinogen zum Karzinom
Das Bronchialkarzinom ist der Endpunkt einer sich über den Verlauf von Jahren bis Jahrzehnten erstreckenden Folge von Zellschädigungen durch Krebs erzeugende Substanzen, so genannte Karzinogene. Es kann zu einer Änderung des Zelltyps (Metaplasie) in der Bronchialschleimhaut kommen oder vorhandene Zellen können durch andauernde Schädigungen mikroskopische Veränderungen (Dysplasien) aufweisen.
Solche Dysplasien können an Zahl und Schwere zunehmen und letztlich in ein zunächst auf die Bronchialschleimhaut begrenztes Karzinom übergehen (sog. Carcinoma in situ), aus dem sich im weiteren Verlauf ein in die Lunge einwachsender bösartiger Tumor entwickelt.
|