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  Die Lungenfunktion  
Funktionsdiagnostik

 Zu den weiteren Schwerpunkten der Funktionsdiagnostik gehört eine Lungenfunktionsabteilung mit modernster apparativer Ausstattung, in der die Art und der Schweregrad funktioneller Störungen der Lunge exakt ermittelt und graduiert werden können. Die Messungen dienen zur Objektivierung der Funktionseinschränkung und zur Erfassung des jeweiligen Therapieerfolges unter medikamentöser Behandlung.

Leitung

Ltd. Oberarzt:
PD Dr. med.
Martin Kohlhäufl

Telefon: (089) 8 57 91 - 52 13 eMail: 
m.kohlhaeufl@asklepios.com

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Die Abteilung

 In der Lungenfunktionsabteilung werden ca. 25.000 Lungenfunktionsmessungen, 30.000 Blutgasuntersuchungen und 2.100 Ergo- bzw. Ergospirometrie-Untersuchungen durchgeführt. Diese Abteilung verfügt auch über alle Formen der Allergiediagnostik wie kutane Allergietestungen, nasale Provokationen, Rhinomanometrien und inhalative Provokationstests mit Testlösungen nativer Substanzen zur Erfassung individueller Allergene.

Die Komplexität einer hochspezialisierten Facheinrichtung, die über insgesamt 300 Betten verfügt, macht es hier in einer idealen Weise möglich, auch Subdisziplinen des Faches mit kompetenten „Subspezialisten“ zu besetzen, die ein höchstmögliches Maß an Spezialisierung und Kompetenz gewährleisten. Das Zusammenwirken dieser Spezialabteilungen unter einem Dach gemeinsam mit den Thoraxchirurgen und Intensivmedizinern ermöglicht ein attraktives Angebot an Kompetenz und Effizienz, das in der Bundesrepublik Deutschland in dieser Form nur an wenigen Kliniken angeboten werden kann.

Bilder

Lungenfunktion2

Moewe

Laufband

Aufgaben

 Jeder Patient wird in der Regel mindestens zweimal während des stationären Aufenthaltes untersucht; am Anfang zur Erkennung des Ausmaßes der Beeinträchtigung seiner Atemfunktion und am Ende, um die erreichte Besserung zu dokumentieren.
Unter Anleitung der Funktionsassistentinnen wird mit verschiedenen Atemmanövern gemessen, wie viel Luft mit welcher Anstrengung in die Lunge gelangt. Erschwert ist die Atmung besonders beim Lungenemphysem, einer typischen Lungenveränderung des Rauchers. Diese Spirometrie bzw. Bodyplethysmographie wird in durchsichtigen Messkabinen durchgeführt. Werden Veränderungen erkannt, so kann durch Inhalationen mit atemwegserweiternden Medikamenten sowohl die notwendige Zahl als auch die bestwirksame Medikamentenkombination ermittelt und Überdosierungen vermieden werden.
Weiterhin kann aus geringen Blutmengen, die meist aus dem Ohrläppchen entnommen werden, die Sauerstoffspannung und damit die Güte der Sauerstoffversorgung des Körpers gemessen werden. Zu niedrige Sauerstoffwerte können durch eine dauerhafte Sauerstoffgabe angehoben und damit das körperliche Wohlbefinden gesteigert werden.

Im Rahmen der präoperativen Diagnostik werden Belastungsuntersuchungen auf dem Fahrradergometer durchgeführt. Damit kann der Trainingszustand des Patienten ermittelt und eine evtl. nach Operationen zu erwartende Leistungsfähigkeit bestimmt werden. Bei Grenzsituationen kann die Ergospirometrie mit gleichzeitiger Messung der Sauerstoffaufnahme und Kohlensäureabgabe klären, ob eine Operation überhaupt noch möglich ist.
Eine wenig belastende Methode ist der 6-min-Gehtest, bei dem die in dieser Zeit zurückgelegte Wegstrecke aufgezeichnet wird, wobei gleichzeitig die Sauerstoffsättigung, die Herzfrequenz und das Blutgasverhalten registriert werden. Dieses Verfahren kann auch bei stärker behinderten Patienten angewendet werden.
Bei vermuteten allergischen  Erkrankungen wird durch die Inhalation bestimmter Medikamente festgestellt, ob bereits eine verstärkte Erregbarkeit der Atemwege vorliegt. Im positiven Fall können daran anschließend bei der Provokationstestung die einzelnen auslösenden Stoffe bzw. Stäube in einer entsprechenden Kabine verwirbelt und die Probanden z.B. unter arbeitsplatzähnlichen Bedingungen damit belastet werden. Therapeutisch kann dann durch eine Vermeidung der Einatmung derartiger Stoffe oder durch geeignete Hyposensibilisierungsverfahren eine Verbesserung der Atemfunktion erreicht werden.
Täglich werden durchschnittlich 40-60 einfache Routine-EKGs abgeleitet, daneben etwa 6-8 Gehtests und etwa 60 Lungenfunktionstests verschiedenen Ausmaßes durchgeführt.