Die fortschreitende Entwicklung in vielen Bereichen der Medizin führt zu ethischen Problemen und wirft Fragen zur Sinnhaftigkeit therapeutischen Handelns auf.
Viele Krankheiten und Verletzungen, die vor wenigen Jahrzehnten den sicheren Tod zur Folge hatten, sind heute in vielen Fällen so weit beherrschbar, dass die Patienten am Leben gehalten werden können. Dabei stoßen Behandlungsteams oft an ihre moralischen Grenzen und finden sich in schwierigen ethischen Situationen wieder.
An der Asklepios Klinik Bad Oldesloe ist daher ein Klinisches Ethikkomitee zur Unterstützung eingerichtet worden. Es besteht aus Ärzten, Pflegepersonal, der Klinikseelsorge, dem Sozialdienst sowie MitarbeiterInnen aus der Physikalischen Therapie und Verwaltung. Gegründet wurde das Ethikkomitee im November 2005.
Unser Ethikkomitee
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Vorsitzende
Frau Stefanie Schwarz - Leitung Physikalische Therapie
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Stellvertretende Vorsitzende
Frau Luise Müller-Busse - Pastorin
Herr Dr. Rolf Busack - Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin
Frau Dorothee Dechmann - Psychotherapeutin im Sozialdienst
Frau Anke Fregin - Krankenschwester im Bereich Intensiv/Anästhesie
Herr Dr. Ignatius Halim - Oberarzt Anästhesie
Frau Stefanie Henke - Mitarbeiterin in der Finanzbuchhaltung
Frau Sylvia Mondrowski - Krankenschwester in der Zentralen Aufnahme
Frau Dr. Katrin Oechel - Oberärztin Neurologie
Herr Joachim Skroblin - Stellvertretender Pflegedienstdirektor
Herr Stephan Ulbrich - Krankenpfleger im Bereich Anästhesie/Intensiv
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Das Klinische Ethikkomitee hat die Aufgabe, bei schwierigen moralischen Fragestellungen in Grenzsituationen der Medizin und Pflege beratend tätig zu sein. Es erarbeitet in enger Kooperation mit den Fachabteilungen ethische Empfehlungen. Jeder Mitarbeiter, Patient oder Angehöriger kann das Ethikkomitee über die Ansprechpartner anfordern.
Um auf die Herausforderung zu den ethischen Fragestellungen angemessen reagieren zu können, wurden in der Klinik ethische Fallbesprechungen eingeführt. Diese finden im Behandlungsteam statt. Gemeinsam mit einem ausgebildeten Moderator arbeitet das Behandlungsteam den Fall auf und betrachtet ihn aus einer ethischen Perspektive. Die Moderation bedeutet dabei nicht Beratung, sondern Begleitung und Lenkung in konstruktiver Weise. Die ethische Fallbesprechung ersetzt weder die ärztliche Letztverantwortung noch stellt sie eine Demokratisierung im Sinne eines Abstimmungsverfahrens dar. Ziel ist die Verbesserung von Entscheidungsfindungen in ethischen Konfliktsituationen.
Ethische Fallbesprechungen können so zur Verbesserung des Klimas, des gegenseitigen Vertrauens sowie der Motivation im Behandlungsteam und der Patientenversorgung beitragen. Dies wird häufig als große Entlastung wahrgenommen.
Link: Zentrale-Ethikkommission.de