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2. Operationen bei Senkungen oder Vorfall der Gebärmutter, der Harnblase und des Enddarmes


Diese Operationen werden in Narkose oder in rückenmarksnaher örtlicher Betäubung (Regionalanästhesie vom Bauchnabel abwärts) durchgeführt. Dabei wird die Gebärmutter entfernt und über verschiedene nachstehende Verfahren die Scheidenhaut gestrafft.

  • vaginale Gebärmutterentfernung mit Straffung der Scheide (Kolporrhaphie)
  • Scheidenstraffungen durch Einlage von künstlichen Stabilisationsnetzen (mesh-repair)
  • Fixieren des Scheidenendes am Sitzbein (sakrospinale Fixation)
  • scheidenverschließende Operationen (Kolpokleisis)

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3. Operationen bei unfreiwilligem Harnverlust (Harninkontinenz)


Durch einen Verlust des bindegewebigen Haltes der Harnröhre über der vorderen Scheidenwand z.B. nach mehreren vaginalen Geburten oder nach Entbindung von großen Kindern durch die Scheide kann ein unfreiwilliger Harnabgang (Belastungsinkontinenz) entstehen. Dazu müssen spezielle Untersuchungen (z.B. Druckmessungen in der Harnröhre bzw. in der Harnblase) veranlasst werden. In Abhängigkeit von den Untersuchungsergebnissen wird dann die optimale Operationsmethode in unserer urogynäkologischen Sprechstunde ausgewählt. Die nachfolgenden Eingriffe werden in örtlicher Betäubung oder in Narkose bei uns operiert.

  • Anheben und Fixieren der Harnröhre durch spezielle Haltenähte von der Scheide oder durch einen Bauchschnitt (vaginale oder abdominale Kolposuspension)
  • Anheben und Fixieren der Harnröhre durch ein spezielles künstliches Band von der Scheide aus (TVT[trans-vaginal-tape]-Operation)kombinierte vaginale Straffungsoperationen mit Anheben und Fixieren der Harnröhre (vordere Kolporrhaphie mit TVT)

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4. Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) bei gutartigen Erkrankungen


Die Gebärmutter muss in den meisten Fällen aufgrund wachsender ,teils beschwerdebringender, Myome (gutartige Muskelgeschwülste) entfernt werden. Häufig sind auch nicht zu behandelnde wiederkehrende Blutungsstörungen die Ursache für eine Hysterektomie. In Abhängigkeit von der Größe und der Beweglichkeit der Gebärmutter sowie der individuellen Operationsbedingungen bieten wir in Narkose folgende Möglichkeiten der Gebärmutterentfernung an.

  • Entfernung der Gebärmutter durch die Scheide (vaginale Hysterektomie)
  • Entfernung der Gebärmutter über einen Bauchschnitt (abdominale Hysterektomie)
  • Entfernung der Gebärmutter durch die Scheide mit Hilfe einer Bauchspiegelung (laparoskopisch assistierte vaginale Hysterektomie - LAVH)
  • Entfernung der Gebärmutter über eine Bauchspiegelung

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