Die griechische Übersetzung des Wortes „arthros" bedeutet Gelenk, das Wort „scopein" bedeutet schauen. Die Arthroskopie ist somit eine Untersuchung von Gelenken mit einem Endoskop, welches in das Gelenk eingebracht wird.
Dieses Endoskop ist ein optisches System, welches mit einer Lichtquelle sowie Spül- und Absaugvorrichtungen verbunden ist. Über einen weiteren kleinen Schnitt (Arbeitskanal) können Instrumente für operative Eingriffe eingeführt werden. Die Arthroskopie von Knie und Schulter wird in sehr großer Zahl durchgeführt. Das Hüft-, Ellenbogen-, Hand- und Sprunggelenk sind ebenfalls der Spiegelungstechnik zugängig. Die am häufigsten erkannten Veränderungen sind unfallbedingte Schäden, degenerative Veränderungen (Gelenkabnutzung, Verschleiß) oder aber entzündliche Zustände.
Die Gelenkspiegelung hat ähnlich wie die Spiegelungsoperation im Bauchraum eine rasante Entwicklung in den letzten 20 Jahren durchlaufen. Mittlerweile kann die weit überwiegende Zahl aller Verletzungen, z.B. am Knie, durch zwei kleine Schnitte diagnostiziert und möglicherweise auch operiert werden.
Auch für die Arthroskopie gilt, dass der Patient nüchtern erscheinen muss. Die Vorbereitung zur Operation erfolgt in der Regel ambulant. Bei einer solchen Vorstellung erfolgte die Besprechung der Operation und des Operationsablaufes sowie ein Gespräch mit dem Narkosearzt.
Arthroskopie ist sowohl in örtlicher, wie auch Rückenmarks-, wie auch Vollnarkose möglich. Alle diese Verfahren werden in der Asklepios Klinik angeboten. Oftmals wird durch eine große Manschette am Oberschenkel die Blutversorgung des Beines für den Zeitraum der Operation eingeschränkt. Dies sorgt für weit bessere Sicht im Gelenk und damit eine kürzere Operationszeit.
Alle Gelenkspiegelungen werden elektronisch aufgezeichnet und können auf Wunsch auf einer CD nach der Operation jederzeit wieder abgespielt werden. Am häufigsten werden Arthroskopien durchgeführt wegen Einriss der Meniscii, Bandschäden wie Kreuzbandrissen und auch degenerativen Erkrankungen, bei denen die Ausdehnung und der Grad der Knorpelschädigung beurteilt werden können.
In seltenen Fällen kann es durch die Arthroskopie durch instrumentenbedingte Knorpelverletzungen, Blutungen und auch Infektionen kommen. Gefäß- und Nervenverletzungen sowie Thrombosen sind ebenfalls möglich, allerdings sehr seltene Ereignisse.
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