Die Leistungen der Abteilung werden im Wesentlichen in drei Säulen des Fachgebietes (Anästhesie, Intensivmedizin, Notarztwesen) erbracht, die vierte Säule (Schmerztherapie) wird nur im perioperativen Spektrum und bei besonderen Fragestellungen im Hause wahrgenommen.
Der Abteilung gehören acht auf Anästhesie und Intensivmedizin spezialisierte Ärzte an, davon sechs als Fachärzte und zwei in fortgeschrittener Weiterbildung.
Anästhesie
Die Abteilung stellt die anästhesiologische Versorgung aller Eingriffe im Rahmen des breiten operativen Spektrums der am Hause vertretenen Fachabteilungen sicher.
So werden regelhaft drei parallel betriebene OP-Säle besetzt, bedarfsweise auch der septische OP sowie die chirurgische Ambulanz, der Kreissaal-OP und der Schockraum.
Neben der OP-Versorgung wird die anästhesiologische Vorbereitung der Patienten z.T. auf den Stationen, in überwiegendem Maße aber durch den Betrieb der Prämedikationsambulanz, zusammen mit der operativen Kurzliegerstation erbracht.
Angeboten werden sämtliche neuzeitlichen Verfahren der Allgemeinanästhesie („Vollnarkose"), zusätzlich werden alle gängigen Verfahren der Regionalanästhesie (Teilbetäubung einzelner Körperregionen) ebenfalls praktiziert.
- Allgemeinanästhesie
Intravenöse Anästhesie
Inhalationsanästhesie
Balancierte Anästhesie
- Regionalanästhesie
Plexusanästhesie
Rückenmarksnahe Anästhesie
Spinalanästhesie
Periduralanästhesie
Weitere periphere Leistungsblockaden
Des Weiteren werden die OP-Planung und -Ablauf durch die Anästhesie koordiniert, der Reanimationsdienst im Hause sowie die Aufwachraumbetreuung werden ebenfalls durch die Abteilung sichergestellt.
Die zur Erbringung der genannten Leistungen notwendige technische Infrastruktur ist auf dem neuesten Stand; vorhanden sind neben den Möglichkeiten der Lowflow- und Minimalflow-Beatmungstechnik sowohl die derzeit modernsten Inhalationsanästhetika als auch intravenösen Anästhesieregime.
Intensivmedizin
Die interdisziplinäre Intensivstation, die über acht Betten bei fünf Beatmungsmöglichkeiten und einer Hämofiltrationsmöglichkeit verfügt, wird rund um die Uhr durch die Anästhesieabteilung betrieben.
Die Station ist hochmodern ausgerüstet und verfügt über eine umfangreiche Ausstattung an medizinischen Hilfsgeräten wie z.B. prozessorgesteuerten Infusomaten und Perfusoren. Im Bedarfsfalle stehen fünf Beatmungsgeräte neuester Bauart zur Verfügung, die alle Erfordernisse einer differenzierten und patientenadaptierten Atmungsunterstützung erfüllen.
Eine stationseigene Hämofiltrationseinrichtung ermöglicht, leistungsgeminderte oder gar ausgefallene Nierenfunktionen zu überbrücken.
Umfangreiche Meß- und Überwachungseinrichtungen, von der nagelneuen Monitoranlage über Rechtsherzkathetermesseinrichtungen und Pulskonturenmessverfahren bis zum eigenen Labor stellen die lückenlose und effiziente Überwachung und Therapie bei lebensbedrohlich Erkrankten sicher.
Die ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter der Station sind im menschlichen Umgang mit den Patienten wie auch im durchdachten Einsatz der technischen Möglichkeiten besonders qualifiziert.