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Blutübertragung und fremsblutsparende Maßnahmen |
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Bei größeren Eingriffen, insbesondere bei Endoprothesen am Hüft- oder Kniegelenk ist regelmäßig mit einem höheren Blutverlust zu rechnen. Zum Ersatz des verlorengegangenen Blutes ist häufig eine Blutübertragung (Transfusion) erforderlich. Um möglichst wenig fremdes Blut übertragen zu müssen, werden vorrangig die Verfahren der Eigenblutspende, der präoperativen Hämodilution und der maschinellen Autotransfusion eingesetzt. Erst nach Ausschöpfung dieser Möglichkeiten oder wenn sie aus medizinischen Gründen nicht angewandt werden können, erfolgt die Übertragung von fremden Blut. |
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Eigenblutspende |
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Bei der Eigenblutspende werden Ihnen vor der geplanten Operation ein- bis zweimal ca. 450 ml Blut entnommen. Dieses Blut wird konserviert, aufgehoben und steht während oder nach der Operation für den Ersatz von Blutverlusten zur Verfügung.Die Eigenblutspende findet für die Asklepios Harzkliniken zentral im Herbert Nieper Krankenhaus Goslar statt. Über die Möglichkeiten der Eigenblutspende werden Sie nach der Vorstellung in der orthopädischen Ambulanz, wenn Umfang und Termin der OP festgelegt sind informiert und erhalten dann die Termine direkt aus Goslar. Bevor Eigenblut entnommen wird, ist eine Untersuchung erforderlich, um sicherzustellen, dass damit keine gesundheitlichen Risiken verbunden sind.
Die Risiken der Rückübertragung von Eigenblut sind äußerst gering, da es hierbei nicht zu Unverträglichkeitsreaktionen kommen kann. |
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Blutwiederaufbereitung (maschinelle Autotransfusion, MAT) |
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Bei der maschinellen Autotransfusion wird Blut, das während und bis zu 6 Std. nach dem Eingriff austritt steril abgesaugt, gesammelt und aufgearbeitet. Bei der Aufarbeitung werden die roten Blutkörperchen von den übrigen Bestandteilen und evtl. währen der OP zusätzlich abgesaugter Flüssigkeit getrennt.
Bei Bedarf werden die gewaschenen roten Blutkörperchen zurückübertragen. Durch die MAT ist eine erhebliche Einsparung von Fremdblut möglich. |
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Blutverdünnung (Hämodilution) |
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Bei der Hämodilution werden unmittelbar vor der Operation 1000 bis 1500 ml Blut entnommen und durch Infusionsflüssigkeit ersetzt. Während der Operation geht dadurch nur verdünntes Blut verloren und damit weniger rote Blutkörperchen. Das gewonnene Eigenblut wird gegen Ende der Operation zurückübertragen. Dieses Verfahren ist wegen der Kreislaufbelastung bei älteren Patienten und solchen mit Vorerkrankungen von Herz, Kreislauf oder Lunge häufig nicht anwendbar. |
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Übertragung von Fremdblut (Transfusion) |
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Sollte während oder nach einer Operation mehr Blut verloren gehen, als durch eigenes ersetzt werden kann, besteht die Notwendigkeit zur Stabilisierung des Kreislaufes und der Sauerstoffversorgung der lebenswichtigen Organe fremdes Blut zu übertragen. Das Blut besteht aus verschiedenen Teilen (rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Blutplättchen, Blutplasma mit verschiedenen Eiweißbestandteilen). Das Blut des Spenders wird vom Blutspendedienst nach der Entnahme in diese verschiedenen Bestandteile aufgeteilt, so dass immer nur die Teile übertragen werden müssen, die akut fehlen (in der Regel rote Blutkörperchen). Vor der Übertragung von Blutkörperchen wird eine Verträglichkeitsprobe (Kreuzprobe) im Labor durchgeführt, die sicherstellt, dass das übertragene und das eigene Blut verträglich sind. Dieser Test wird vor der Übertragung am Krankenbett wiederholt, um Verwechslungen auszuschließen. Durch eine strenge Auswahl der Blutspender und deren sorgfältige gesundheitliche Kontrolle ist das Risiko der Übertragung von Krankheiten durch Blutkonserven äußerst gering. Es besteht ein sehr geringes Restrisiko, Krankheiten zu übertragen, die beim Spender zum Zeitpunkt der Entnahme nicht erkannt werden können |
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