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Narkoseverfahren
 
In unserem Institut werden inzwischen ca. 90 Prozent aller Eingriffe als Teilnarkose durchgeführt.
 
Im Gegensatz zur Vollnarkose werden bei dieser besonders schonenden Vorgehensweise nur die Nerven betäubt, die das Operationsgebiet versorgen.
 
Besondere Vorteile der Teilnarkose:
  • Die Herz-Kreislauffunktionen werden nur geringfügig bis gar nicht beeinträchtigt.
  • Auf künstliche Beatmung während der Operation kann verzichtet werden.
  • Die Gefahr, im Rahmen des Operationsgeschehens eine Venenthrombose zu erleiden, ist signifikant geringer als bei einer Vollnarkose.
  • Übelkeit und Erbrechen sind selten.
  • Essen und Trinken sind nach der Operation schnell wieder möglich. 
In der Regel verabreichen wir bei Teilnarkosen zusätzlich ein Schlafmittel. Die PatientInnen nehmen dann - ähnlich einer Vollnarkose - keine störenden Geräusche wahr. In jedem Fall sorgen wir durch entsprechende medikamentöse Therapie für Schmerzfreiheit und eine stressfreie, entspannte Atmosphäre während der Operation. 
 
 
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Alle Ansprechpartner des Institutes für Anästhesiologie finden Sie in unserem Bereich 
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Weiterführende Informationen über die verschiedenen Narkoseverfahren
 Grundsätzlich können bei dem Begriff "Narkose" zwei verschiedene Verfahren unterschieden werden:
  •  die „Vollnarkose", die vom Anästhesisten (Narkosearzt) als Allgemeinanästhesie bezeichnet wird 
  • die „Teilnarkose“, die auch Regionalanästhesie genannt wird


Die Allgemeinanästhesie schaltet neben dem Bewußtsein auch das Schmerzempfinden aus.  Dazu wird meist zu Beginn der Narkose ein Narkosemittel in eine Vene eingespritzt . Auch wenn der Patient keinen Schmerz mehr empfindet, muß zusätzlich zum Narkosemittel immer auch ein starkes Schmerzmittel hinzugefügt werden, um den Organismus vor dem schädlichen Einfluß des Operationsschmerzes zu schützen (z.B. Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg, Ausschüttung von Stresshormonen, Aktivierung und Sensibilisierung von schmerzübertragenden Nervenzellen).
Für länger dauernde Eingriffe wird dann meist eine Kombination aus intravenösen Medikamenten, gasförmigen Narkosemitteln und muskelerschlaffenden Mitteln angewendet. Die gasförmigen Narkosemittel werden zusammen mit Sauerstoff mit Hilfe eines Beatmungsschlauchs (Tubus)über die Lungen verabreicht. Hierüber erfolgt auch die künstliche Beatmung, die bei einer Allgemeinanästhesie in der Regel immer notwendig ist.

Die Regionalanästhesie beseitigt das Schmerzempfinden in bestimmten Körperregionen, beeinflusst aber nicht das Bewusstsein. Allerdings erhält der Patient bei Bedarf bzw. auf Wunsch zusätzlich ein Schlafmittel.Für die Regionalanästhesie werden örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetika) in die Nähe der Nerven gespritzt, die das Operationsgebiet versorgen.
Mit verschiedenen Methoden werden größere Körperpartien, wie z.B. Arm , Schulter, Fuß oder das ganze Bein (sogenannte periphere Regionalanästhesie)oder der ganze Unterkörper (sogenannte zentrale Regionalanästhesie z.B. Spinalanästhesie oder Periduralanästhesie) von einem Anästhesisten betäubt. Die anästhesierten Körperregionen werden warm und gefühllos und können für einige Stunden nicht oder nur noch eingeschränkt bewegt werden.


Für viele Operationen ist die Fortführung der schmerzstillenden Wirkung der Regionalanästhesie auch für die ersten Tage nach der Operation sehr sinnvoll. Dafür wird vor der Operation ein dünner Schlauch (Katheter) in die Nähe der zu betäubenden Nerven gelegt und es können wiederholt nach der Operation lokale Betäubungsmitte kontinuierlich verabreicht werden. Allerdings ist die Betäubung nicht so stark wie für die Operation, so dass der Patient seinen Arm, bzw. Bein bewegen kann und auch herumlaufen kann.
Grundsätzlich kann bei jeder Regionalanästhesie der Übergang zu einer Allgemeinanästhesie (= Vollnarkose) nötig werden.

In unserer Abteilung sind wir auf die Betäubung einzelner Nerven zur Schmerzausschaltung im Bereich der Füße, Beine, Arme und Schultern spezialisiert, da gerade in der orthopädischen Chirurgie häufig an diesen Körperpartien operiert wird. Daher liegt es nahe, soweit möglich auch nur in diesen Körperregionen eine komplette Schmerzausschaltung durchzuführen.

Besondere Vorteile dieser Vorgehensweise:

  • Nur geringfügige bis keinerlei Beeinträchtigungen der Herz-Kreislauffunktionen
  • Verzicht auf eine künstliche Beatmung  
  • Auf Wunsch des Patienten ist die Gabe eines Schlafmittels in jeder gewünschten Dosierung möglich, so dass der Patient ähnlich einer Vollnarkose keine störenden Geräusche wahrnimmt bzw. den Ablauf der kompletten Operation im wahrsten Sinne des Wortes "verschläft"
  • Schnelleres Erwachen nach einer Operation im Vergleich zu einer Vollnarkose
  • Schnelle Wiederaufnahme von Flüssigkeit und Nahrung nach der Operation
  • Bedeutend seltener oder zum überwiegenden Teil kein Gefühl von Übelkeit und Erbrechen
Bei den meisten Eingriffen ist nach der Operation in der Regel sofort die Verlegung auf die Normalstation möglich; mit Hilfe des Katheters, der vor dem operativen Eingriff in die Nähe des zu betäubenden Nervs eingebracht wird, kann eine bessere postoperative Schmerztherapie im Vergleich zu der alleinigen Verabreichung herkömmlicher Schmerzmedikamente mit folgenden Vorteilen durchgeführt werden:
  • Bessere Wirksamkeit
  • Fehlen systemischer Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Atemdepression und Kreislaufreaktionen
  • Deutlich geringere Wahrscheinlichkeit venöser Thrombosen
  • Schmerzarme bzw. -freie Beübung der betroffenen Extremität
  • Eine verbesserte Durchblutung im betreffendem Operationsgebiet und damit ein schnellerer Heilungsprozess und weniger postoperative Wundinfektionen
  • Die Möglichkeit einer kontinuierlichen bzw. patientenkontrollierten Verabreichung
Die Anlage der Nervenbetäubung wird unmittelbar vor Beginn der Operation im Vorbereitungssaal durchgeführt. Dabei wird vorher bereits ein Schmerzmittel und ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht, damit Sie die Betäubung nicht als unangenehmes Ereignis wahrnehmen.