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1. Die Narkosevorbereitung Die Narkosevorbereitung dient zur Erkennung von Vorerkrankungen, von Risiken und zur Aufklärung der Eltern. Manchmal sind hierfür auch bestimmte Voruntersuchungen erforderlich. Dazu gehören die körperliche Untersuchung, eventuell die Bestimmung von Blutwerten und gegebenenfalls weitere Zusatzuntersuchungen, wie Laborwerte, Röntgenaufnahmen oder die Ableitung der Herzströme (EKG). Sie können uns entscheidend helfen, indem Sie den Ihnen von uns überreichten Aufklärungs- und Anamnesebogen gewissenhaft ausgefüllt zur Narkosevisite bereithalten. Diese Narkosevisite besteht unter anderem in der Voruntersuchung und einem Gespräch über Ablauf, Risiken und Komplikationsmöglichkeiten der Narkose. Danach müssen Sie als Eltern schriftlich Ihr Einverständnis zur Narkose geben. Manchmal kann es notwendig sein, die Narkose bei Ihrem Kind zu verschieben, da ein frischer grippaler Infekt, eine kürzlich durchgeführte Impfung oder ähnliches ein Risiko für Ihr Kind darstellen können. Der Grund der Verschiebung dient der Sicherheit Ihres Kindes. Wir bitten Sie, in diesem Falle Verständnis zu haben. Sehr wichtig: Zur Vorbereitung der Narkose gelten folgende Nüchternheitsgrenzen (kein Essen, Trinken, Bonbons lutschen, Kaugummi etc.): Dabei gelten für feste Nahrungsbestandteile und Milch folgende Zeiten:
| Säuglinge jünger als 6 Monate: |
4 Stunden |
| Säuglinge älter als 6 Monate: |
6 Stunden |
| Kleinkinder 2-5 Jahre: |
6 Stunden |
| Schulkinder 6-14 Jahre: |
6 Stunden | Für Wasser, klare Flüssigkeiten wie Tee etc. (wobei kohlensäurehaltige Getränke ausgeschlossen sind) verkürzen sich die Zeiten auf jeweils die Hälfte.
Zwei Stunden vor der Narkose dürfen auch klare Flüssigkeiten nicht mehr getrunken werden. Am Morgen kurz vor der Operation erhält Ihr Kind eine sogenannte Prämedikation. Darunter versteht man die Gabe eines beruhigenden und angstlösenden Medikaments, das in der Regel als Saft verabreicht wird. Außerdem wird ein hautbetäubendes Pflaster meist am Handrücken aufgeklebt, um die erforderliche Anlage der Infusionskanüle schmerzfrei zu gestalten.
Sie können Ihr Kind bis vor den Operationssal begleiten und es dort dem Narkosearzt anvertrauen. Bitte geben Sie Ihrem Kind ein Lieblingsstofftier oder -spielzeug mit. 2. Die Narkose Der Anästhesist oder die Pflegekraft trägt Ihr Kind in den Operationssaal . Hier werden bestimmte Vorbereitungen, wie das Anlegen eines EKG und die Überwachung des Blutsauerstoffs mit einem kleinen Pflaster oder einem Wäscheklammer ähnlichen Clip am Finger getroffen. Die Narkoseeinleitung erhält Ihr Kind meist über eine Kunststoffmaske, über die ein genau dosiertes Gasgemisch zugeführt wird. Nach wenigen Minuten schläft Ihr Kind ein. Bei größeren Kindern wird häufig am Arm eine Venenverweilkanüle gelegt durch die ein flüssiges Mittel in die Vene verabreicht wird und so zum Narkosezustand führt. Bewußtsein und Schmerzempfindung sind nun ausgeschaltet. Auch bei den kleineren Kindern wird jetzt eine Venenverweilkanüle am Handrücken, Unterarm oder der Ellenbeuge gelegt. Sie dient dazu, Narkosemedikamente zuzuführen und während und nach der Narkose Infusionslösungen zu verabreichen. 3. Die Betreuung nach der Narkose und Operation Meist wacht Ihr Kind nur langsam aus der Narkose auf. Dies ist durchaus erwünscht, um frühzeitige Schmerzen und gegebenenfalls Unruhezustände zu vermeiden. Schon während der Operation bekommt Ihr Kind meist ein schmerzstillendes Mittel, das den ersten akuten Schmerz weitgehend unterdrückt. In aller Regel schlafen die Kinder ruhig aus, jedoch sind auftretende Unruhezustände ebenso normal und kein Grund zur Beunruhigung. Im Aufwachraum wird Ihr Kind von der zuständigen Fachschwester beziehungsweise dem Fachpfleger für Anästhesiologie und Intensivmedizin, falls nötig auch durch den Anästhesisten, betreut. Selbstverständlich wird hier die Herz-Kreislauf-Überwachung fortgesetzt. In den allermeisten Fällen werden wir Sie jetzt zu Ihrem Kind in den Aufwachraum rufen. Nach einer bestimmten Zeit, die von der Operation und dem Befinden Ihres Kindes abhängt, wird es zur weiteren Behandlung auf die Station zurückverlegt.
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