Durch die Umkehrung der Alterspyramide und die weiterhin steigende Lebenserwartung der Bevölkerung ist mit einer stetigen Zunahme von degenerativen Erkrankungen und einem entsprechend hohen Behandlungsbedarf in den nächsten Jahren zu rechnen. Die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen wird weiterhin steigen. Allein in Deutschland werden pro Jahr ca. 300 000 künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert. Somit wird auch der Bedarf an ambulanten und stationären Reha-Leistungen zunehmen. Auf der anderen Seite haben viele Reha-Kliniken mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Wir haben uns dieser Herausforderung in den letzten Jahren gestellt und uns auf die Rehabilitation von Patienten mit orthopädischen Erkrankungen spezialisiert. In unserer Klinik werden fast ausschließlich sogenannte Anschlussheilbehandlungen oder Therapien im Rahmen der Frührehabilitation nach großen orthopädischen Operationen erfolgreich durchgeführt. Parallel zur Zunahme der degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates ist auch eine allgemeine Zunahme chronischer Erkrankungen des Herz/Kreislauf- und des Stoffwechsel-systems zu beobachten. Für ein Großteil der Patienten mit Mehrfacherkrankungen wird die frühe postoperative Mobilisierung und Therapie im stationären Rehabilitationsbereich erfolgen müssen. Ist ein Patient in der Lage nach dem akutstationären Aufenthalt sich weitgehend selbst zu versorgen, so kann eine Rehabilitation natürlich auch ambulant durchgeführt werden. Ziel der Rehabilitation ist es körperliche Schäden zu begrenzen und eine Verbesserung der funktionellen Fähigkeiten zu erzielen. Berufliche und soziale Beein-trächtigungen sollten möglichst gering gehalten werden. Hier liegen die Vorteile einer entsprechenden qualifizierten und spezialisierten Rehabilitationsklinik mit der Möglichkeit der Betreuung der Patienten in einem interdisziplinären Reha-Team.
Dr. med. Dieter Kary
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